Ein Plan entsteht

Als ich die Nonsuch Anfang November 2013 ins Winterlager verholte, ging ich von einem normalen Winterprogramm aus. Es standen die für jeden Bootseigner üblichen Arbeiten an; also neues Antifouling, diverse Ausbesserungen, Polieren, das alljährliche Nachlackieren des Holzes, und einige andere Teile wurden turnusgemäß ausgetauscht. Nichts großartiges also, es waren keine Arbeiten geplant die auf größere Pläne schließen lassen.

So vergingen dann auch die ersten Monate im Winterlager ganz gewohnt. Ich hatte den Plan dieses Jahr mal alles Wesentliche während der wenigen verbleibenden warmen Tage am Ende des Jahres zu schaffen. Hat natürlich nicht geklappt. Apropos „warm“: Wenn ein Segler im Winter von warm spricht meint er übrigens Temperaturen über 5 Grad. Das ist nämlich das absolute Minimum um Antifouling, Politur, Holzlack und andere Mixturen zu verarbeiten. Im sozialen Umfeld wird man folglich häufiger für vollkommen gaga erklärt, wenn man am Ende des Winters fröhlich und voller Tatendrang umherspringt und sich über die „warmen“ Temperaturen freut. Temperaturen also, bei denen andere sich beschweren, dass die Butter im Kühlschrank hart wird.

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Die meisten Segler in unseren Breiten träumen immer von monatelangen Reisen, am liebsten Ostsee-rund, Rund England, etc…Auch Ich habe immer von so einer langen Reise geträumt. Die Frage war nur: Wann?

Kurz vor Weihnachten 2013 ergab sich dann durch verschiedene Umstände, dass ich wohl im Sommer 2014 für einen derartigen Plan Zeit hätte. Nach nur kurzer Bedenkzeit entschied ich mich also dazu, die Möglichkeit einer Auszeit am Ende des Studiums wahrzunehmen, und einen ganzen Sommer segeln zu gehen.

Dieser Entschluss änderte schlagartig alles. Eine ganze Menge Modifikationen am Schiff hatte ich auf einmal im Kopf. Manche wirklich notwendig, andere nur dem Komfort für eine so lange Reise geschuldet. Wartungsarbeiten, welche eigentlich erst in den nächsten Jahren fällig werden würden, rückten in den Fokus, da das Boot natürlich einem höheren Verschleiss unterliegt. Unzählige Gedanken gehen einem auf einmal durch den Kopf. Viele Kleinigkeiten müssen in der Planung berücksichtigt werden. Mit jedem Tag steigt die Aufregung, und nicht selten liege ich Abends noch lange wach und denke über die für Unbeteiligte unwichtigsten Dinge, Ausrüstungsgegenstände, Orte die ich unbedingt besuchen will und Erlebnisse die mir unterwegs widerfahren könnten nach. Auf einmal gibt es unendlich viel zutun.

Kurzum: Die Planung und die Vorfreude machen aus diesem Winter (Unter Seglern auch nur als Sauregurkenzeit bekannt), den spannendsten in meinem Seglerleben.

Ziel oder Träumerei?

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