Helsinki

Suomenlinna war ja quasi nur das Warmup für Helsinki. Also auf gehts! Der kurze Weg nach Helsinki war bereits von ständigen Regenschauern und starkem Ostwind begleitet. Dazu waren die Temperaturen über Nacht auf ca. 6 Grad gefallen. Nach dem Sommer der letzten Woche war das anfangs schwer erträglich. Das Wetter hielt sich dann übrigens auch fast über den gesamten Helsinki Besuch. Ich mache auf vielfachen Tip im Motorbootclub HMVK fest. der liegt tatsächlich mitten in der Stadt, direkt gegenüber der finnischen Eisbrecherflotte. Wenn die riesigen Dinger hier Sommerurlaub machen, kann es ja sooo schlecht nicht sein… 😉 Nach Aussage von Timo ist das auch der einzig bezahlbare Hafen in Zentrumsnähe. Der offizielle Gästehafen soll mittlerweile Preise um die 50€ pro Nacht aufrufen, liegt aber nur einen Steinwurf näher an der Stadt…

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Aber, was ein echter Seebär ist, den kann auch das bisschen Regen nicht schocken, und so geht es gleich auf zu einem kurzen Stadtbummel. Wieder einmal führt mich Timo auf seinem „home turf“ herum. Die Stadt Helsinki hat ein vollständig anderes Stadtbild als alle anderen Städte zuvor. Erst in der russischen Zeit Finnlands wurde Helsinki zur Hauptstadt und so verwundert es nicht, dass das neo-klassizistische Stadtbild an St. Petersburg angelehnt sein soll. Das kenne ich zwar noch nicht, bin aber trotzdem von den alten Gebäuden sehr beeindruckt. Obwohl das Wetter alles andere als gut ist, ist trotzdem sehr viel auf den Strassen los. Auch die japanischen Touristengruppen vor dem Dom von Helsinki dürfen natürlich nicht fehlen. Der erste Rundgang durch die Stadt bleibt dennoch kurz. Ich weiss nicht ob es am Wetter liegt aber ich fühle mich relativ abgeschlagen. Keineswegs unglücklich, aber irgendwie machen sich die Strapazen der letzten Wochen langsam ein wenig bemerkbar. Am Ende werde ich 5 Tage in Helsinki verbringen, und das schlechte Wetter zwischendurch für entspanntes Faulenzen An Bord nutzen.

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Das gute Wetter hingegen nutze ich für weitere Erkundungsgänge in die Stadt. Helsinki gefällt mir sehr gut. Zum einen wegen der freundlichen Menschen, der alten Bausubstanz ohne Kriegszerstörungen, aber auch weil es die erste richtig westliche Stadt nach dem Baltikum ist. Die ein oder andere Annehmlichkeit wieder zu haben ist doch ganz nett. Zwischendurch zeigt Timo mir dann noch ein Restaurant für klassische finnische Küche. Nun gut… War interessant. Aber ich bin ja auch wegen der Schären und Häfen, und nicht wegen des Essens in Finnland. 😉 Ist auch besser so, da die Restaurantpreise in Finnland ein astronomische Niveau besitzen. London, Sylt oder Kopenhagen sind nix dagegen.

Die Innenstadt von Helsinki ist überschaubar und fast komplett vom Wasser umgeben. Das verleiht der Stadt, neben der Tatsache dass fast jeder hier mindestens Motorboot fährt, ein sehr maritimes Flair. Ich mag es hier…Eine schöne Stadt, tolle Menschen, jeder spricht fließend English, kein Wunder, dass ich es hier einige Tage aushalte. Normalerweise fällt mir das ja sonst eher schwer… Am Wochenende werfe ich mich dann auch hier in die örtliche Barszene, und was soll ich viel dazu sagen… 1A. Da so gut wie jeder hier irgendwas mit dem Wassersport zutun hat, fällt es nicht schwer schnell ins Gespräch zu kommen.

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Timo zieht es irgendwann weiter,er kennt die Stadt ja schon zur Genüge,  doch dafür lerne ich die Crew der deutschen Motoryacht Goedeke Michels kennen. Natürlich wird sich an den Abenden ausgiebig über das Erlebte, sowie über diverse Vorurteile und Witze zwischen Seglern und MoBos ausgetauscht. 😉 Die beiden haben einen interessanten Plan: SIe haben die Genehmigung erhalten, Russlands Binnengewässer von St. Petersburg ins weiße Meer zu queren, und wollen dann über das Nordkap und Norwegen zurück nach Süden fahren. Strammer Plan… An meinem letzten Abend in Helsinki laden die beiden mich dann zu einem „kleinen Abendbrot“ ein. Ich erwarte nichts böses, fühle mich aber am Ende wie die Crew von U-96, als sie zum Dinner auf ein deutsches Frachtschiff in Vigo geladen werden: Es wird Lachs in allen Variationen aufgetischt. Große Boote haben eben auch Vorteile… 😉

Nach 5 schönen Tagen in Helsinki mache ich mich aber wieder auf, entlang der finnischen Küste nach Westen.

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Ein Gedanke zu “Helsinki

  1. Max wie immer schöner Bericht, lass es Dir gut gehen, und ärger dich nicht über die verpasste Regatta, entdecke lieber neue Destinationen und lerne nette Leute kennen, die Zeit vergeht so schnell und Du bist wieder hier,
    wir wünschen Dir weiterhin bon voyage 😉

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