Tammisaari – Oder doch Ekenäs?

Gestärkt von einer unheimlich ruhigen Nacht vor Anker mach ich mich auf den Weg weiter durch die Schären. Die Flussartige Landschaft der Schären in dieser Gegend begeistert mich immer noch, und so beschließe ich, Hanko erst mal Hanko sein lassen und die Stadt Tammisaari, das Zentrum dieser Gegend anzusteuern. Am Hafen erschrecke ich mich dann erstmal, denn am Hafengebäude steht dick und fett „Ekenäs“ dran. Kurzer Zweifel an Plotter und Bauchgefühl, doch dann schafft ein Blick in den Revierführer schnelle Aufklärung: Ekenäs ist der schwedische Name von Tammisaari! Die Stadt ist nicht nur die älteste Stadt in ganz Finnland, sondern auch quasi die Hauptstadt der schwedischen Minderheit in Finnland.

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Am Hafen lerne ich dann Mika und seine Tochter kennen. Da ich als einziges Boot am Gaststeg auffalle kommen wir sofort ins Gespräch. Die beiden wollen mehr über meine Tour wissen und so werden erstmal einige Getränke an Bord verhaftet. Das beide Finnlandschweden sind macht das Gespräch natürlich noch interessanter – auch wenn das in dieser Stadt vielleicht nicht wirklich verwunderlich ist. Spontan erklären sich beide bereit mir die Stadt und Umgebung zu zeigen. Klasse! Was besseres als Sightseeing unter der Anleitung von Locals gibt es nicht, und so erfahre ich vieles Interessantes über die Stadt. Danach zeigen sie mir dann noch die Ruinen einer alten schwedischen Festung in der Nähe. Schloss Raseborg. Trotz meiner Geschichtsversessenheit hält sich meine Begeisterung zunächst in Grenzen, da ich schon die ein oder andere Burg, Kirche, oder Ruine auf dieser Tour gesehen hab. Doch diese hier steht auf einem gigantischen Fels, quasi einer Schäre zu Land. Das macht den Anblick extrem beeindruckend. Danach geht es noch in das kleine Museumsdorf Fiskars. Dieses Dorf ist in früheren Zeiten quasi eine „Industriekolchose“ gewesen. Ein Dorf welches sich rein der Industrie  verschrieben hat. Hier werden die bekannten (und sündhaft teuren) Fiskars Werkzeuge hergestellt. Konnte mich dann doch grad noch beherrschen eine Axt für den Bordgebrauch mitzunehmen. 😉

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Ekenäs gefällt mir, und so bleibe ich auch hier einige Tage um mal ein wenig abzuschalten. Diverse Einladungen und Gegenbesuche mit Essen und Trinken tragen natürlich auch ihren Teil dazu bei. Anfang der Woche ist es jedoch vorbei mit der Ruhe. Ich erhalte einen Anruf, der meine Planung für die nächsten Tage komplett umwirft….

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