Maritimer Ausflugstip: Friedrichstadt per Dinghy

Der einzige Nachteil an der Möglichkeit, sich demnächst auf den Weg Rund England machen zu können? Die Zeit bis dahin ist echt stressig. Im Moment komme ich kaum vom Schreibtisch weg. Und da sind die Reisevorbereitungen noch nicht einmal eingerechnet. So gab es dann selbst über Himmelfahrt nur einen Tag Wochenende. Ein wirklicher Wochenendtrip mit Nonsuch lohnt sich da nicht mehr so wirklich und die Alster hab ich in der Situation auch schon x-Mal rauf und runter gesegelt.

Aber auf maritimes Feeling verzichten wenn nur ein Tag zur Verfügung steht? Auf keinen Fall! Zum Glück fiel mir eine kleine Idee ein: Auf meinen Reisen zur und durch die Nordsee in den letzten Jahren gefiel es mir auf der Eider doch so gut. Und speziell das kleine Holländerstädtchen Friedrichstadt mit seinen kleinen Grachten war ein echtes Kleinod. Also schnell mal die Zeit im Kopf überschlagen und Dinghy und Motor eingepackt. Ein kleiner Ausflug mit dem Schlauchboot durch die Friedrichstädter Grachten soll es sein. Die Stadt ist nur etwa 1,5 Std. von Hamburg entfernt und sogar unproblematisch mit der Bahn zu erreichen.

Im kleinen Wassersportclub erinnerte man sich sogar noch an mich und Nonsuch, und ich durfte mein Dinghy an den Stegen aufbauen und später waschen. Und ein wenig Strom für den Torqeedo blieb  auch noch hängen. Eine kleine Spende in die Vereinskasse verstand sich da von selbst. Und sollte euch dieser Ausflugstip zusagen gilt das Angebot beim MCW Friedrichstadt gegen eine kleine Spende an den kleinen Verein euren Trip zu beginnen auch für euch.

Nach dem kurzen Pump-Workout ging es also los, und offenbar war ich nicht der einzige mit dieser Idee. Das schöne Wetter hat noch andere aus dem Haus gelockt und viele andere kleine Schlauch- Ruder- und Tretboote waren hier unterwegs. Klar, letztere kann man hier sogar mieten wenn man kein eigenes Boot hat.  Interessant fand ich übrigens, dass die Torqeedo Elektromotoren unter den motorisierten Booten hier fast einen Marktanteil von 50% haben. In den ruhigen Grachten scheint sich der leise Elektromotor schon durchgesetzt zu haben. 😉

Der Begriff des Holländerstädtchens ist übrigens nicht mal  falsch, denn die Stadt wurde im 16 Jhd. von holländischen Religionsflüchtlingen gegründet, die auch ihre Wasserbaukunst mitbrachten. Und so sieht es in den Grachten hier tatsächlich aus wie in Amsterdam oder irgendwo am Ijsselmeer. Kleine Zugbrücken, enge Kanäle mit gepflegten Gärten und eigenen Stegen davor, prachtvolle Bürgerhäuser und alte Bäume, die bis ins Wasser hängen. Stundenlang kann man hier umhertuckern und immer wieder etwas neues entdecken. Und der Idyllefaktor bleibt dabei auch nicht auf der Strecke. Sogar einige der Restaurants in der Stadt haben sich auf die Bootstouristen eingerichtet und so kann man hier teilweise direkt vor der Terasse festmachen oder wird sogar gleich direkt auf dem Steg bedient. Das haben wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. Besonders zu empfehlen ist übrigens das Restaurant „Holländische Stube“ direkt an der Mittelgracht am alten Marktplatz.

Am Ende des Tages steht dann das Gefühl, wirklich etwas Besonderes erlebt zu haben und das obwohl wir Hamburg keine 7 Std. verlassen haben… Lasst euch einfach mal von den Bildern inspierieren und vielleicht habt ihr ja auch Lust auf eine kleine Alltagsflucht per Dinghy oder in Friedrichsstadt gemietetem Tretboot. Eine Genehmigung oder ähnliches braucht ihr nicht. Nur das Tempolimit von 5km/h in der Stadt ist zu beachten. Die Fahrtzeit beträgt etwa 1,5h von der Hamburger Innenstadt und euer Dinghy einsetzen und versorgen könnt ich beim MCW , Halbmond, 2480 Friedrichstadt. Für alle Norddeutschen unter euch kann ich diesen Ausflug nur empfehlen. 🙂

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